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Die Chancen als EU-Bürger in Schweden einen Arbeitsplatz zu finden, stehen nicht schlecht, denn in einigen Branchen herrscht ein konkreter Fachkräftemangel. Zudem werden deutsche Arbeitnehmer wegen ihres Pflichtbewusstseins besonders geschätzt. Ärzte und Pflegepersonal, sowie Facharbeiter aus der Automobilbranche und der Holzindustrie haben die besten Beschäftigungschancen. Die Sprachbarriere ist kein unüberwindbares Problem, die die schwedische Sprach für Deutsche nicht allzu schwer zu erlernen ist. Außerdem erhält man als Einwanderer die Möglichkeit, kostenfreie Sprachkurse zu besuchen. Für den Anfang kommt man auch mit Englisch ziemlich weit.

Aufenthaltserlaubnis zum arbeiten in Schweden

Hält man sich länger als drei Monate in Schweden auf, benötigt man eine Aufenthaltserlaubnis. Den Antrag für eine Aufenthaltserlaubnis sollte man möglichst schnell nach der Einreise bei der zuständigen Dienststelle des staatlichen Einwandereramtes (Statens invandrarverk) stellen. Neben dem ausgefüllten Antragsformular, dem Reisepass oder Personalausweis benötigt man eine Bescheinigung des Arbeitgebers. Eine Aufenthaltserlaubnis kann für höchstens fünf Jahre erteilt werden, in der Regel richtet sie sich jedoch nach der Dauer des Beschäftigungsverhältnisses. Eine Verlängerung kann immer beantragt werden, sofern man kein Student ist bzw. man nicht länger als 12 Monate unfreiwillig arbeitslos war.

Stellensuche in Schweden

Die staatlichen Arbeitsvermittlungsdienste haben die wichtigste Rolle bei der Arbeitsvermittlung. Die örtlichen Arbeitsämter (Arbetsförmedlingen) stehen Arbeitssuchenden und Arbeitgebern zur Verfügung und haben auch Beratungs- und Auskunftsfunktion. Man erhält dort auch die Zeitschriften "Platsjournalen" und "Nytt jobb", welche speziell den Jobangebote gewidmet sind.

 

Schweden im Aufschwung

Nach der schwedischen Wirtschaftskrise in den 90er Jahre hat sich das Land bereits gut erholt. In Schweden ist das Arbeitsumfeld für Väter oder Mütter sehr gut. Es ist allgemein üblich, dass junge Mütter mit kleinen Kindern weiter berufstätig sind - moderne Kinderbetreuungskonzepte und ein sehr hohes Teilzeitangebot machen dies möglich. Sachverhalte von denen deutsche Arbeitnehmer nur träumen können.

Arbeit und Praktikum in Schweden

Ein Praktikum oder einen Job in Schweden zu finden ist auch gar nicht so schwierig wie der Bewerber vielleicht erwartet. Wichtigste Vorraussetzung ist natürlich das Beherrschen der Sprache. Selbst für ältere Schweden ist die englische Sprache kein Problem, in vielen Global Playern ist auch hier bereits Englisch die tägliche Umgangssprache. Trotzdem ist es für Bewerber ohne schwedische Sprachkenntnis schwer einen Job zu finden.

Für einen deutschen Hochschulabsolventen ist es beruhigend zu hören, dass schwedische Kommilitonen bei Studienabschluss ungefähr im gleichen Alter sind. Wer sich für ein Studium oder Auslandssemester in Schweden interessiert kann im Internet unter schweden.org oder si.se Informationen erhalten.

Praktika sind in Schweden als Vorraussetzung für einen späteren Job, nicht in dem Maße üblich wie hier zu Lande. Wer jedoch einen Praktikumplatz in Schweden sucht sollte im Internet folgenden Link besuchen infoteket.se.

Für einen dauerhaften Arbeitsplatz führt der Weg, bei 60 % der Jobs, nach wie vor über die staatlichen schwedischen Arbeitsämter. Wie auch in Deutschland haben alle großen Firmen einen guten Webauftritt, indem die neuen Stellenangebote studiert werden können. Die Probezeit dauert in Schweden "unglaubliche" zwölf Monate, danach ist eine Kündigung jedoch relativ schwer.

Bewerbung mit Lebenslauf und Anschreiben auf schwedisch

Es sei nochmals betont, dass in Schweden fast jeder Englisch kann, weshalb ungefähr 60 % der Bewerbungen in Schweden bei international tätigen Unternehmen in englischer Sprache verfasst werden. Der Aufbau der Unterlagen entspricht jedoch weitgehend den deutschen Normen. Ein kurzes, einseitiges Anschreiben ist empfehlenswert.

Der Lebenslauf sollte nicht mehr als zwei Seiten umfassen, wobei ein Bewerbungsfoto nicht unbedingt erforderlich ist. Das Datum und die Unterschrift sind im Lebenslauf auf schwedisch ebenfalls nicht Usus. Im Gegensatz zu anderen Ländern ist es hier, wie in Deutschland jedoch nötig Kopien von Zeugnissen beizufügen. Ebenso Kopien von Arbeitszeugnissen vorheriger Arbeitgeber. Sollte Sie Referenzen oder Kontakte aus Schweden haben, so dürfen Sie diese ruhig erwähnen.

Vorstellungsgespräch in Schweden

Bei einem Vorstellungsgespräch in Schweden sollte man eine klassische Situation erwarten. Die Schweden haben jedoch ein gesellschaftliches Problem mit dem Alkoholkonsum (vielleicht wegen der dunklen Wintertage). Für uns ungewohnt, für Schweden jedoch normal, ist die Frage nach dem Alkoholkonsum in einem Vorstellungsgespräch.

Als Frau sollte man sich unbedingt darauf einstellen nach der zukünftigen Familienplanung gefragt zu werden. Psychologische Tests fallen in Schweden nur bei Bewerbungen für gehobene Positionen an.

 

Allgemeine Infomationen über Schweden zum arbeiten in Schweden

Amtssprache: Schwedisch, Regional: Finnisch, Meänkieli | Hauptstadt: Stockholm | Staatsoberhaupt: König Carl XVI Gustav | Regierungschef: Frederik Reinfeldt | Fläche: 450.295 km² | Einwohnerzahl: ca. 9.269.986 | Bevölkerungsdichte: 20,59 Einwohner pro km² | BIP pro Einwohner $ 42.392 | Währung: Schwedische Krone | Nationalhymne: Du gamla, Du fria | Zeitzone: UTC-+1 | KFZ-Kennzeichen: S | Internet TLD: .se | Telefonvorwahl: +46

Links zum arbeiten in Schweden:

ams.se
Schwedisches Arbeitsamt
career-contact.de
Jobs und Praktika in Schweden
swedenabroad.com
Schwedische Botschaft Berlin
stockholm.diplo.de
Deutsche Botschaft Stockholm


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